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Cholesteringehalt von Ghee

Anführungszeichen Ich möchte gerne wissen, wie hoch der Cholesteringehalt eingesottener Butter und Ghee im Vergleich zu normaler Butter und Olivenöl ist. Schlusszeichen J.S., Zug

Antwort

Sowohl das indische Ghee wie auch die eingesottene Butter sind aus Butterhergestellt und enthalten etwa gleich viel Cholesterin wie die Butter. Cholesterin ist ein Bestandteil tierischer Fette. Indisches Ghee wird traditionell gewonnen, indem man Butter so lange erhitzt, bis sie zu einergoldenen Flüssigkeit geworden ist. Auf diegleiche Art wird hier im Westen eingesotteneButter hergestellt.

Bratbutter wie auch Ghee haben die Eigenschaft, dass sie die Geschmackstoffe der Nahrung optimal zur Geltung bringen. In der indischen Küche werden die Gewürze darin gedünstet, damit sich ihr Aroma entfaltet und entsprechend auch ihre Wirkung auf den Körper optimal zum Tragen kommt.

Olivenöl ist ein pflanzliches Produkt, das kein Cholesterin enthält. Es setzt sichaus einfach ungesättigten Fettsäuren zusammen, die einen positiven Einfluss auf die Arterien und die Blutfliesseigenschaften haben. Aber der Körper braucht auch Cholesterin. Dieses ist nicht einfach nur schlecht und mit allen Mitteln aus der Nahrung zu verbannen. Viel wichtiger scheint mir, was in diesen Fetten angebraten wird und wie viel von diesen Speisen wir tagtäglich essen.

Bevor sich die Frage stellt, ob ich Butter oder Pflanzenöle zum Kochen verwende, muss ich mir überlegen, ob ich wirklich nur dann esse, wenn ich Hunger habe, ob ich mich täglich an der frischen Luft bewege, ob ich das Leben und das Essen geniesse und ob mir das, was ich soeben zu mir genommen habe, wirklich gut tut. Verwenden Sie das Fett zum Braten, das Ihnen am besten schmeckt. Kochen Sie lieber grössere Gemüseportionen und verkleinern Sie die Fleisch- und Getreideportionen. Halten Sie sich zudem von all den versteckten Fetten fern, die in Gebäcken, Riegeln oder Fertigprodukten enthalten sind. Das ist letztlich der Unterschied, der wirklich eine Veränderung bringt.

Sabine Hurni, Ernährungsberaterin

Foto: Charles Haynes / flickr / cc


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